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Düren – Gesicht einer Stadt der 1950er Jahre

Heike KUSSINGER-STANKOVIC, Düren – Gesicht einer Stadt der 1950er Jahre.
2006. 112 Seiten.

Nach der völligen Zerstörung im zweiten Weltkrieg wurde die Dürener Innenstadt in einem Zuge in den 1950er Jahren als harmonisches, einheitliches Ganzes errichtet. Das Gesicht der Stadt ist bis heute dadurch entscheidend geprägt. Transparenz und Leichtigkeit, Schwerelosigkeit und Auflockerung, Farbigkeit und Helligkeit, organische Formen und Dynamik waren bestimmend. Vieles wurde hell und leuchtend, durchscheinend, dünn und schwungvoll gestaltet. Lichte Glaswände, leuchtende Neonreklamen, die berühmte Nierenform, zusammengesetzte Baukörper und runde Treppenaufgänge sind kennzeichnend. Diese Gestaltungsmaximen fanden ihren Niederschlag im Großen und im Kleinen, in der Stadtplanung und in vielen Details, in der Gestaltung des Rathauses und der Bebauung, aber auch in der Form der Treppen- und Balkongeländer.

Typische Merkmale werden aufgezeigt und durch Fotos illustriert. Dadurch soll die Aufmerksamkeit auf die vielfältig vorhandenen Qualitäten und Eigenarten gelenkt und geschärft werden und hoffentlich ihnen angemessene Anerkennung und Wertschätzung bewirken.

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Die Reise des Philipp von Merode nach Italien und Malta 1586-1588

Hans J. DOMSTA (Hrsg.), Die Reise des Philipp von Merode nach Italien und Malta 1586-1588. Das Tagebuch.
2007. 378 Seiten, 2 Abbildungen, 13 Karten. Euro 24,90.

Die Kavalierstour des Philipp von Merode nach Italien und Malta in den Jahren 1586-1588

Am 9. Oktober 1586 bricht der von Schloß Merode bei Düren stammende 18jährige Philipp von Merode, Freiherr von Petersheim und Herr von Diepenbeek, Sproß einer der ältesten rheinischen Adelsfamilien, in Begleitung seines Hofmeisters und eines Dieners zu einer Reise auf, die ihn in 17 Monaten über Süddeutschland und Tirol durch Italien nach Sizilien und Malta und wieder zurück nach Schloß Merode führt. Während der Reise schreibt der Hofmeister ein Tagebuch, in das er Tag für Tag notiert, was die Reisenden unterwegs sehen und erleben und in das er, genau spezifiziert, auch alle Ausgaben einträgt. Auf diese Weise ist ein ungewöhnliches kulturgeschichtliches Dokument von besonderem Rang entstanden, das hier zum ersten Male veröffentlicht wird. Für viele Orte, u.a. Innsbruck, Venedig, Siena, Rom, Neapel, die Phlegräischen Felder, bietet der Text mit Angaben zu Bauten, Inschriften und Bräuchen wichtige Informationen, die sonst nirgends überliefert sind. Der Edition der Handschrift sind ausführliche Erläuterungen beigegeben. Auf dreizehn Karten ist die Reiseroute mit allen im Tagebuch erwähnten etwa dreihundert Orten dargestellt.

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