Mittwoch, 23. Februar 2022, 19.30 Uhr
Jülich, Schlosskapelle der Zitadelle

Vortrag: Dr. Helmut Irmen
Justiz und Gerechtigkeit im Dritten Reich am Beispiel des Sondergerichts Aachen

Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms der Städte Jülich und Düren,des Museums Zitadelle, des Stadt- und Kreisarchivs Düren sowie der Volkshochschule Jülicher Land berichtet der Referent über seine Forschungen zum Sondergericht Aachen. Er erklärt, dass die Juristen des Dritten Reiches einem Regime dienten, dass die Grundrechte aufgehoben und die Prinzipien des Rechtsstaats restlos beseitigt hatte. Die Juristen wurden mit Gesetzen konfrontiert, die staatliches Unrecht förderten und auch forderten. Konsequent und zielgerichtet hat das Regime die Justiz in sein Herrschaftssystem eingebunden und für seine rassistischen und menschenverachtenden Ziele eingesetzt. Die Richter des Dritten Reiches sollten „Träger der völkischen Selbsterhaltung“ und Gehilfen der Staatsführung sein. Die Bindung des Richters an das Gesetz wurde abgelöst durch die Bindung an den Willen der politischen Führung.

Im Jahre 1941 wurde in Aachen ein Sondergericht installiert. Die Sondergerichte waren für besonders schnelle und strenge Entscheidungen – vor allem auch im Krieg – bekannt. Der Vortrag beschäftigt sich anhand von Archivmaterial mit der Tätigkeit des Sondergerichts Aachen von der Gründung bis zu seinem Ende. Dabei wird die Rechtsprechung, die auch Fälle in Düren und Jülich betraf, und auch das Personal in den Blick genommen.

Der Eintritt ist frei – Gäste sind herzlich willkommen!

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