Dr. Patrick Schillberg: Die Heidenburg und der römische Vicus Marcodurum
Montag, 14. Dezember, 18 Uhr (Foyer, Haus der Stadt)
Wer vermutet schon mitten im Dürener Raum die Überreste
eines römischen Tempels? Die Heidenburg in Mariaweiler-
Hoven gehört zu den spannendsten, heute aber kaum
bekannten Bodendenkmälern der Region. In seinem Vortrag
nimmt Dr. Patrick Schillberg das Publikum mit auf eine Reise
in die Römerzeit und zeigt, welche faszinierenden Spuren die
Antike vor unserer Haustür hinterlassen hat.
Im Mittelpunkt stehen die Überreste eines gallo-römischen
Umgangstempels – einer Tempelform, die keltische und
römische Bautraditionen miteinander verbindet – sowie die
Frage nach der Lage des von Tacitus erwähnten römischen
Vicus Marcodurum. Anhand archäologischer Funde, darunter
zahlreiche Münzen und Steinfragmente vom „Getzer Acker“,
erläutert Patrick Schillberg, der an der RWTH Aachen promoviert
hat, warum viele Forschende hier diese römische Siedlung
vermuten. Darüber hinaus vermittelt der Vortrag anschauliche
Einblicke in das Leben der Menschen im Dürener Raum
zur Römerzeit: Wie lebten Römer und die verschiedenen
germanischen Stämme? Wie wohnten sie, woran glaubten sie
und welche kulturellen Einflüsse prägten die Region? Aktuelle
Forschungsergebnisse und eindrucksvolle Illustrationen
machen deutlich, wie lebendig und spannend die römische
Vergangenheit des Dürener Landes bis heute ist

